ÜBER LIONS CLUBS INTERNATIONAL

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ÜBER LIONS CLUBS INTERNATIONAL

Heute in 208 Ländern der Erde vertreten – Einsatz für humanitäre Ziele

Lions Clubs International (LCI) wurde am 7. Juni 1917 von dem amerikanischen Kaufmann Melvin Jones in Chicago gegründet. Seine Idee war es, aus den damals in den USA bereits zahlreich bestehenden sozialen Clubs eine internationale Organisation zu formen. Unter dem Motto „We serve – Wir dienen“ wollten sich die Lions – wie sie sich nannten – weltweit für die Unterstützung Not leidender Menschen einsetzen. Jones war überzeugt, dass die Wirkung des sozialen Engagements durch eine Bündelung der Aktivitäten einzelnen Clubs erhöht werden könnte. Seine Vision stieß auf ein so positives Echo, dass bereits 1920 Lions Clubs in Kanada. Mexiko, Südamerika und Hongkong gegründet werden konnten. Damit war der Grundstein für die weltweite Arbeit der Lions gelegt. Der erste deutsche Lions Club wurde am 5. Dezember 1951 in Düsseldorf gegründet, der erste Berliner Lions Club am 19.11.1954 gechartert. Lions Clubs International ist die einzige NGO mit einem ständigen Sitz bei den Vereinten Nationen und wurde kürzlich von der Financal Times zu beste Hilfsorganisation weltweit gekürt.

In 208 Ländern der Erde gibt es inzwischen ca.50 000 Lions Clubs mit über 1,5 Millionen Mitgliedern. Allein den 1300 deutschen Lions Clubs gehören fast 50 000 Männer und Frauen an. In den neuen Bundesländern sind seit der Wiedervereinigung insgesamt 200 Clubs mit mehr als 5 000 Mitgliedern entstanden.



Auch Damen sind herzlich willkommen

Während Lions Clubs International zu Gründerzeiten ausschließlich Herren vorbehalten war, sind seit 1987 auch Damen als Mitglieder herzlich willkommen. In Deutschland entstanden seitdem mehr als 60 Damenclubs sowie etwa 200 gemischte Clubs. Das Prinzip von Lions Clubs International ist dennoch seit der Gründung unverändert: In den Clubs treffen sich Damen und Herren aus den unterschiedlichsten Berufszweigen zweimal im Monat zum Gedanken und Erfahrungsaustausch sowie zur Planung von Activities. Diese so genannten Clubabende, bei denen z. B. ein Mitglied oder Gast über ein aktuelles Thema referiert, werden begleitet von kulturellen, karitativen und sozialen Aktivitäten. Deren Erlöse werden für bedürftige Menschen bzw. für nationale und internationale Hilfsprojekte gespendet. Viele Clubs besitzen im Sinne der Völkerverständigung einen oder mehrere ausländische Partnerclubs, mit denen regelmäßig gemeinsame Exkursionen und Aktivitäten durchgeführt werden.

Die 1500 deutschen Lions Clubs sind in 16 selbstständige Regionen (Distrikte) aufgeteilt. An der Spitze jedes Distrikts steht der für jeweils ein Jahr gewählte Governor. Nach den internationalen Bestimmungen bilden die 16 Governor den Governorrat – das höchste Beschlussgremium auf Bundesebene. Oberstes Organ ist die Multi-Distrikt-Versammlung (MDV), die aus den Delegierten aller deutschen Lions Clubs besteht.

Getreu dem Motto „We serve – Wir dienen“ engagieren sich Lions vor allem dort, wo das soziale Netz des Staates Löcher hat. So unterstützen Sie beispielsweise Altenheime, Hospize und Krankenhäuser ebenso wie Sie sich für lokale Kultur-, Umwelt- und Jugendprojekte einsetzen, organisieren Spendenaktionen für Erdbeben oder Kriegsgebiete, fördern Projekte in Entwicklungsländer und sorgen für die Erhaltung von Kulturdenkmalen. Hinter allen Vorhaben steht der Grundsatz der Hilfe zur Selbsthilfe. Als größte Serviceorganisation der Welt ist Lions auch eine der größten Nichtregierungsorganisationen und offiziell mit einem ständigen Sitz den Vereinten Nationen angeschlossen.

DIE ORGANISATION UND IHRE STRUKTUR

DER NAME LIONS

Am 7. Juni 1917 trafen sich in Chicago auf Einladung von Melvin Jones verschiedene Delegierte zum Gründungstreffen von Lions Clubs International. Einziger Streitpunkt bei diesem Treffen war die Wahl des Namens für die neue Organisation. Melvin Jones hatte die Idee, die neue Organisation „Lions“ (Löwen) zu nennen. Er war überzeugt, dass der Löwe für Stärke, Mut, Treue und Lebenskraft steht. In einer geheimen Abstimmung wurde der Name „Lions“ aus mehreren Vorschlägen ausgewählt.



DAS LIONS-EMBLEM

Auf dem Kongress 1919 gab es Überlegungen, das Symbol zu ändern, aber ein junger Anwalt aus Denver, Colorado, ergriff das Wort. Sein Name war Halsted Ritter. „Der Name Lions steht nicht nur für Brüderlichkeit, gute Kameradschaft, Charakterstärke und Zielstrebigkeit. Durch die Kombination der einzelnen Buchstaben L-I-O-N-S wird das Land zudem an die wahre Bedeutung der Staatsbürgerschaft erinnert: LIBERTY, INTELLIGENCE, OUR NATION’S SAFETY“ (Freiheit, Intelligenz und die Sicherheit unserer Nation).

In der Ausgabe des LION-Magazins vom Januar 1931 wurde folgende Interpretation des Namens unserer Vereinigung vorgestellt:

Die Wahl unseres Namens erfolgte weder per Zufall, noch ist es ein rein erfundener Name. Seit undenkbaren Zeiten ist der Löwe das Symbol für alles Gute, und diese Symbolik ist der Grund, warum wir uns für diesen Namen entschieden haben. Vier herausragende Eigenschaften – Mut, Stärke, Tatkraft und Treue – hatten einen großen Anteil an der Auswahl des Namens. Die zuletzt erwähnte Eigenschaft, Treue, hat eine tiefe und besondere Bedeutung für alle Lions. Das Symbol des Löwen war zu allen Zeiten und in allen alten und modernen Nationen ein Symbol für Treue. Es steht für Loyalität zu einem Freund, Loyalität zu einem Grundsatz, Loyalität zur Pflicht, Loyalität zu dem in einen selbst gesetzten Vertrauen.

Das Emblem besteht aus dem golden Buchstaben „L” auf einem ovalen Feld. Umrandet wird dieses von einem weiteren Oval mit zwei nach außen gerichteten Löwenprofilen. Oben steht das Wort „Lions“ und unten „International“. Die Löwen blicken sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft und symbolisieren Stolz auf das Erbe und Zuversicht in die Zukunft.



ORGANISATIONSEBENEN

Alle Clubs gehören einer bestimmten Zone an, diese besteht aus vier bis acht Clubs. Jeder Zone steht die so genannte Zonenchairperson vor. Diese übernimmt Beratertätigkeiten und betreut die Gründung neuer Clubs. Zonen sind zu einem Distrikt zusammengefasst, welcher von einem Distrikt-Governor geleitet wird. Ein Distrikt muss mindestens 35 Clubs und 1.250 Mitglieder haben. Distrikte werden in einem Gesamt- bzw. Multidistrikt zusammengefasst. Diese decken sich grundsätzlich mit den nationalen Grenzen. In jedem Kontinent werden die Distrikte in der zeitlichen Reihenfolge ihrer Gründung durchnummeriert. So hat Schweden die Nummer 101, Schweiz/Liechtenstein 102, Frankreich 103, Deutschland 111 und Österreich 114. Jährlich finden Distrikt-Versammlungen (DV) und Konferenzen statt, in denen Lions-Mitglieder Erfahrungen austauschen können und Amtsträger wählen.

Auf Gesamtdistriktebene findet jedes Jahr eine konstituierende Gesamtdistrikt-Versammlung (GDV) statt. Jährlich treffen sich Vertreter der europäischen Lions in Europa-Foren zu einem Gedankenaustausch. Die ersten Europa-Foren fanden 1958 in Venedig und Luzern statt. Jedes Jahr treffen sich etwa 20–30.000 Delegierte aus der ganzen Welt in einem anderen Land zur so genannten „International Convention“; die erste jährliche Welt-Convention in Europa fand 1962 in Frankreich statt. 2013 – erstmals nach 96 Jahren der Gründung der Lions-Gemeinschaft – fand in Deutschland, nämlich in Hamburg, eine „International Convention“ statt. Lions Clubs International ist in sieben konstitutionelle Gebiete unterteilt:

  • USA, Bermuda und Bahamas
  • Kanada
  • Südamerika, Mittelamerika, Mexiko und karibische Inseln
  • Europa und Israel
  • Orient, Philippinen und Südostasien
  • Vorderasien und Afrika
  • Australien, Neuseeland, und die südpazifischen Inseln